Ist kaufen nur noch OUTLET ?

 

Kaufmentalität

Durch aggressive vulgäre Werbung und durch allgemeine Verunsicherung 

ist eine Kaufmentalität entstanden, die den Preis für das alleinige Maß aller

Dinge hält.

Fehlkäufe durch unzureichende Beratung und Leistungsverzicht 

werden ertragen in der Annahme, ein Schnäppchen gemacht zu haben. 

Das Preis/Leistungsverhältnis wird mit dem traditionellen Fachhandel nicht 

einmal mehr verglichen. Wer Preise groß schreibt, muss einfach billig sein.

 

Die Medien

Die Massenmedien fordern ungeniert unsere Kunden zum Feilschen und zur 

Schnäppchenjagd auf und beklagen gleichzeitig den Verlust von Traditions-

Fachgeschäften und das Veröden gewachsener Einkaufsstrukturen.

 

Die Politik

Die Politik duldet nicht nur die dramatische Vermehrung von Großvertriebs-

formen, sondern fördert sie sogar. Diese bedanken sich mit Ausnutzung 

aller Subventionsmöglichkeiten und Schlupflöcher zur Steuervermeidung.

Für die Entstehung weniger unqualifizierter Arbeitsplätze wird die Vernichtung 

vieler qualifizierter Arbeits- und Ausbildungsplätze in Kauf genommen.

Politisches Verantwortungsbewusstsein und Weitsicht müsste bedeuten,

Entscheidungen auch auf die Auswirkungen für künftige Generationen abzuklopfen.

 

Lebensqualität

Lebensqualität heißt u.a. : Sich wohlfühlen in einem sozial angenehmen Umfeld. 

Zu diesem Umfeld gehört aber unbedingt auch eine gesunde Handelsstruktur mit

vertrauten Geschäften und deren Inhabern / Mitarbeitern.

Das gegenseitige Kennen schafft eine sympathische Vertrauensbasis, sorgt für

ehrliche kompetente Beratung, umfangreiche Leistung und faire Preise.

Das Kaufen macht Spaß und das Ansprechen von Verkaufspersonal bedeutet 

keine Mutprobe.

Mittlerweile vermissen schon viele Menschen in verödenden Dorf- oder Stadtzentren

ihre vertrauten menschlichen Fachgeschäfte.

Den Wert einer Sache erkennt man oft erst, wenn man sie nicht mehr hat.

 

Teufelskreis

Die Kunden kaufen “billig, billig”, die Großen nehmen zu, die kleinen 

mittelständischen Betriebe müssen aufgeben, es gibt ständig mehr Arbeitslose, 

die Kaufkraft nimmt noch mehr ab und die Preise fallen noch weiter.

Zunächst treibt die Nachfragemacht der Großvertriebsformen deren Lieferanten in die

Pleite, dann wird die Ware durch Ausbeutung von Billig-Arbeitskräften (incl. Kindern) 

aus Entwicklungsländern bezogen.

Es entfallen bei uns weitere unzählige Arbeitsplätze. Die Kaufkraft vermindert sich

erneut und ..............

Am Ende ist der Staat pleite und die Bevölkerung verarmt.

Bis auf einige Wenige natürlich.

 

Fazit

Die Politik

ist gefordert, eine Mittelstandspolitik zu betreiben, die oben geschilderte

Fehlentwicklungen stoppt und rückgängig macht.

 

Die Medien

sind gefordert, korrekt und fair aufzuklären über die Zusammenhänge und Folgen

wirtschaftlichen Handelns.

 

Der Kunde

ist gefordert, bei seinen Kaufentscheidungen alle Aspekte zu berücksichtigen.

Er soll nicht zu teuer kaufen, aber er soll für sein Geld auch nicht zu wenig erhalten.